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Vergangenes Jahr (2013), haben wir mit Nina Proll (Trio de Salón) bzw. Erwin Steinhauer (OÖ Concert-Schrammeln) zwei CD’s aufgenommen und veröffentlicht.

- “Lieder eines armen Mädchens” by Gramola Wien

- “Das Glück is a Vogerl” by Gramola Wien

Das Glück is a Vogerl (OÖ Concert-Schrammeln)

Erwin Steinhauer singt, begleitet von den OÖ. Concert- Schrammeln, Wiener- und Heurigenlieder, und erzählt dazu G´schichtln rund um Wein und Wien.

Erwin Steinhauer vorzustellen ist müßig, ist er doch als Allrounder, als grandioser Mime in Film, Fernsehen, ob bei den Salzburger Festspielen, am Burgtheater oder am Theater in der Josefstadt, und auch als Kabarettist im gesamten deutschsprachigen Raum anerkannt. Dass seine Rezitationsabende, besonders die mit Geschichten rund um seine Heimatstadt Wien, Generationen begeistert, ist auch bekannt.

Im reiferen Alter hat er nun ein weiteres Talent entdeckt- die Interpretation von Wiener Liedern.
Seit einigen Jahren tourt Erwin Steinhauer, lesend und jetzt also auch singend, zusammen mit den OÖ. Concert- Schrammeln in der authentischen Besetzung mit zwei Geigen, Schrammelharmonika und Kontragitarre.

Nina Proll & Trio de Salón “Lieder eines armen Mädchens” Teaser 2013

Die „LIEDER EINES ARMEN MÄDCHENS“ schrieb Friedrich Hollaender
Anfang der 20er Jahre für seine erste Ehefrau Blandine Ebinger (1899–1993).  In Anlehnung an Else Lasker-Schülers Schauspiel „Die Wupper“ schuf er die Figur des „Lieschen Puderbach“, ein junges Mädchen, das in den 12 Liedern von seinen Träumen und Sehnsüchten, von Armut und Elend, von Hunger und Tod erzählt. Dabei entstehen kleine skurrile Dramen, Tragi-Gotesken, bei denen, so ein zeitgenössischer Kritiker, einem „das Lachen vergeht oder jedenfalls ganz anders wird.“
In seiner Autobiografie schreibt er:
„Eine Figur aus dem Wedding kam zur Welt. Eine Figur, armselig und liebenswert zugleich, in der Blandine Ebinger für viele Jahre das Publikum zu Lachen und Tränen rührte. Es lachte und weinte, wo immer Deutsch verstanden wurde, auf Cabaretbühnen und in Vortragssälen. Dur und Moll, die komische Tragik, die Mischung, der ich von nun an verschrieben war. Die ersten eigenen Texte. Die erste, ganz große Interpretation“.


“…Sprödes, Witziges, Kritisches, Skurriles, neu arrangiert für die ungewöhnliche Besetzung mit Violine, Kontrabass und Knopfakkordeon. Das Ergebnis ist ein ebenso unterhaltsames wie eindrückliches Hörerlebnis, weil die drei Herren ganz famos aufspielen und es Nina Proll wagt, sich vom Vorbild der historischen Diseusen zu lösen und ihr so eine ganz eigene, eigenwillige Interpretation gelingt…”
(Magazin crescendo, 10/2013)

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“…Eine tolle musikalische Darbietung, exzellente Musiker, die enormes Können, Vielfalt und musikalische Phantasie beweisen und natürlich eine tolle sängerisch/schauspielerische Leistung von Nina Proll, die wunderbar eine Vorstellung des “Flairs” dieser Zeit herüber zu bringen vermag…”
(Linzer Landestheater, November 2011)


Ein bisschen Tango geht nicht

Wenn Tango, dann pur, an die Grenzen gehend und voll emotionaler Wucht. Welch ein Glück, dass sich der beliebte Passauer Tenor und gebürtige Argentinier Oscar Imhoff am Samstagabend in der Redoute zum Tangosänger verwandelt und den Tango als eine Musik gezeigt hat, die keine Scheu hat vor Extremen, vor Intimität, schwelender Erotik und tiefer Traurigkeit.

Dieses musikalische Geschenk macht der Sänger dem Publikum zusammen mit “Tango de Salón” und selten erlebt man ein Ensemble, das perfektes Zusammenspiel, Freude am Musizieren und inniges Musikantentum derart selbstverständlich und leichtfüßig miteinander vereint. Ob der launig moderierende Peter Gillmayr an der Geige, Wieland Nordmeyer am Klavier, Andrej Serkov am Bandoneon, Markus Kraler am Kontrabass oder Guntram Zauner an der Gitarre – jeder der Künstler beherrscht vollendet sein Instrument und gestaltet sensibel und spannungsreich die verschobenen Rhythmen und singenden Melodien des argentinischen Tango.

Im Zentrum aber steht Oscar Imhoff, der am vorigen Abend noch als Graf Dominik in Strauß‘ Oper “Arabella” auf der Stadttheater-Bühne gefeiert wurde und sich nun als leidenschaftlicher Geschichtenerzähler mit eindringlichem Blick und charmanter Gestik offenbart. Sobald er singt, zieht er in seinen Bann, nie trägt er dick auf und trifft seine Zuhörer doch mitten ins Herz. Man möchte ewig zuhören, wenn Imhoff von verlorener Liebe erzählt, von Sehnsucht, Anziehung und Schmerz. Immer weiter möchte man dieser warmen, reifen Stimme folgen, wie sie die Extreme des Lebens auslotet, wie sie zärtlich liebkost, wie sie wehklagt, gewitzt schäkert und schwermütig bebend zu Tränen rührt.

Schon längst haben die Tangotänzer im Publikum ihre Stühle verlassen, innig wiegen sich die Paare auf der Tanzfläche zur Musik, die Augen geschlossen, die Herzen weit. Später ziehen sie weiter in die Sporthalle in Niedernburg zur “Milonga Independiente” und man darf davon ausgehen, dass das Tangofeuer dieses Abends dort noch lange weitergeleuchtet hat.

Der Tango hat Passau längst verzaubert – hoffentlich Grund genug für die verschiedenen Passauer Tango-Veranstalter, sich in Zukunft zusammen zu tun, gemeinsam zu planen, zu werben . . . und natürlich zu tanzen.

Dorothea Walchshäusl

Tango de Salon - Live im Linzer Arkadenhof:


Künstlerische Spezialitäten aus Wien

Beim Sonntagsfrühstück bekamen die Zuhörer einen Einblick in Literatur und Schrammelmusik

Singen – Der Wiener Schauspieler und Kabarettist Erwin Steinhauer und die „Oberösterreichischen Concert-Schrammeln“ bereiteten dem Publikum beim Sonntagsfrühstück in der Stadthalle ein ausgefeiltes literarisch-musikalisches Menü aus leichter, schwingender Schrammelmusik gespickt mit viel satirischer Wiener Literatur und einer Ausnahme. Die Dornbacher Hetz von Johann Schrammel gab den Auftakt für den amüsanten Vormittag.

In typischer Schrammelmusik-Besetzung waren Peter Gillmayr (1. Geige), Kathrin Lenzenweger (2. Geige), Guntram Zauner (Kontragitarre) und Andrej Serkov (Knopfharmonika) angereist, um den Schauspieler Erwin Steinhauer zwischen seinen Rezitationen angemessen zu unterstützen, was sich als hervorragende Mischung herausstellte. Mit großer Spielfreude und Perfektion am Instrument boten die Musiker diese einst in Wien von Johann und Josef Schrammel geschaffene Musik dar und wurden auch einige Male von Erwin Steinhauer gesanglich unterstützt.

Teils recht skurrile Literatur wie die Geschichte „Die gerettete Familie“ von Ödön von Horvath oder „Bananen“ von Anton Krutisch hatte Steinhauer ausgewählt. Und natürlich durfte Karl Kraus nicht fehlen. „Frauen inspirieren Männer zu großen Taten und hindern sie, sie auszuführen“ – das hatte Kraus einmal über das weibliche Geschlecht geschrieben. Brillant rezitierte Steinhauer aus Helmut Qualtingers Theaterstück „Gemeindebau 4 Uhr früh“. Die Geschichte „Beratungsrenitenz“ aus Dieter Hildebrandt’s Buch „Nie wieder 80“ war die einzige Ausnahme im an sich Wiener Programm der fünf Künstler. Die Begegnung zwischen einem alten Schäfer im Österreichischen Brixental und einem smarten jungen Mann mit schnellem Schlitten (Unternehmensberater) war für viele Zuhörer der Höhepunkt an diesem Morgen.

Tango de Salon - CD-Präsentation - 02.08.2011:

Die CD-Präsentation findet im Arkadenhof Linz um 20 Uhr statt.
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