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Ein bisschen Tango geht nicht
Wenn Tango, dann pur, an die Grenzen gehend und voll emotionaler Wucht. Welch ein Glück, dass sich der beliebte Passauer Tenor und gebürtige Argentinier Oscar Imhoff am Samstagabend in der Redoute zum Tangosänger verwandelt und den Tango als eine Musik gezeigt hat, die keine Scheu hat vor Extremen, vor Intimität, schwelender Erotik und tiefer Traurigkeit.
Dieses musikalische Geschenk macht der Sänger dem Publikum zusammen mit “Tango de Salón” und selten erlebt man ein Ensemble, das perfektes Zusammenspiel, Freude am Musizieren und inniges Musikantentum derart selbstverständlich und leichtfüßig miteinander vereint. Ob der launig moderierende Peter Gillmayr an der Geige, Wieland Nordmeyer am Klavier, Andrej Serkov am Bandoneon, Markus Kraler am Kontrabass oder Guntram Zauner an der Gitarre – jeder der Künstler beherrscht vollendet sein Instrument und gestaltet sensibel und spannungsreich die verschobenen Rhythmen und singenden Melodien des argentinischen Tango.
Im Zentrum aber steht Oscar Imhoff, der am vorigen Abend noch als Graf Dominik in Strauß‘ Oper “Arabella” auf der Stadttheater-Bühne gefeiert wurde und sich nun als leidenschaftlicher Geschichtenerzähler mit eindringlichem Blick und charmanter Gestik offenbart. Sobald er singt, zieht er in seinen Bann, nie trägt er dick auf und trifft seine Zuhörer doch mitten ins Herz. Man möchte ewig zuhören, wenn Imhoff von verlorener Liebe erzählt, von Sehnsucht, Anziehung und Schmerz. Immer weiter möchte man dieser warmen, reifen Stimme folgen, wie sie die Extreme des Lebens auslotet, wie sie zärtlich liebkost, wie sie wehklagt, gewitzt schäkert und schwermütig bebend zu Tränen rührt.
Schon längst haben die Tangotänzer im Publikum ihre Stühle verlassen, innig wiegen sich die Paare auf der Tanzfläche zur Musik, die Augen geschlossen, die Herzen weit. Später ziehen sie weiter in die Sporthalle in Niedernburg zur “Milonga Independiente” und man darf davon ausgehen, dass das Tangofeuer dieses Abends dort noch lange weitergeleuchtet hat.
Der Tango hat Passau längst verzaubert – hoffentlich Grund genug für die verschiedenen Passauer Tango-Veranstalter, sich in Zukunft zusammen zu tun, gemeinsam zu planen, zu werben . . . und natürlich zu tanzen.
Dorothea Walchshäusl
Hier ein absolut sehenswertes Video der OÖ Concert Schrammeln
OÖ Concert Schrammeln
Am 23.03.2012 um 19:30 spielen wir im Stadtsaal in Vöcklabruck.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Tango de Salon - Live im Linzer Arkadenhof:
Künstlerische Spezialitäten aus Wien
Beim Sonntagsfrühstück bekamen die Zuhörer einen Einblick in Literatur und Schrammelmusik
Singen – Der Wiener Schauspieler und Kabarettist Erwin Steinhauer und die „Oberösterreichischen Concert-Schrammeln“ bereiteten dem Publikum beim Sonntagsfrühstück in der Stadthalle ein ausgefeiltes literarisch-musikalisches Menü aus leichter, schwingender Schrammelmusik gespickt mit viel satirischer Wiener Literatur und einer Ausnahme. Die Dornbacher Hetz von Johann Schrammel gab den Auftakt für den amüsanten Vormittag.
In typischer Schrammelmusik-Besetzung waren Peter Gillmayr (1. Geige), Kathrin Lenzenweger (2. Geige), Guntram Zauner (Kontragitarre) und Andrej Serkov (Knopfharmonika) angereist, um den Schauspieler Erwin Steinhauer zwischen seinen Rezitationen angemessen zu unterstützen, was sich als hervorragende Mischung herausstellte. Mit großer Spielfreude und Perfektion am Instrument boten die Musiker diese einst in Wien von Johann und Josef Schrammel geschaffene Musik dar und wurden auch einige Male von Erwin Steinhauer gesanglich unterstützt.
Teils recht skurrile Literatur wie die Geschichte „Die gerettete Familie“ von Ödön von Horvath oder „Bananen“ von Anton Krutisch hatte Steinhauer ausgewählt. Und natürlich durfte Karl Kraus nicht fehlen. „Frauen inspirieren Männer zu großen Taten und hindern sie, sie auszuführen“ – das hatte Kraus einmal über das weibliche Geschlecht geschrieben. Brillant rezitierte Steinhauer aus Helmut Qualtingers Theaterstück „Gemeindebau 4 Uhr früh“. Die Geschichte „Beratungsrenitenz“ aus Dieter Hildebrandt’s Buch „Nie wieder 80“ war die einzige Ausnahme im an sich Wiener Programm der fünf Künstler. Die Begegnung zwischen einem alten Schäfer im Österreichischen Brixental und einem smarten jungen Mann mit schnellem Schlitten (Unternehmensberater) war für viele Zuhörer der Höhepunkt an diesem Morgen.
Tango de Salon - CD-Präsentation - 02.08.2011:
Die CD-Präsentation findet im Arkadenhof Linz um 20 Uhr statt.
> Nähere Informationen zur CD…
2011: “O Primavera” - Freitag, 27. Mai 2011
2011: Landestheater - Kaspar H. (Oper)
Die Mitglieder einer Straßengang finden im Keller eines alten Hauses einen jungen Mann und nehmen ihn mit sich. Jemand drückt dem Mann eine Pistole in die Hand, und es geschieht ein Unglück. Auf der Wache steht die Kommissarin vor einem Rätsel: Der Verhaftete hat keinen Ausweis, keinen Namen, keine Sprache. Sie versucht, den jungen Mann durch ein Experiment dazu zu bringen, sich zu erklären. Doch selbst die Befragung durch einen Psychologen führt zu nichts. Da mischt sich dessen Tochter ein. Sie gewinnt das Vertrauen von „Kaspar“ und lehrt ihn Sprechen. Durch sie lernt er auch, was Liebe und Gewalt bedeuten. Ein Industrieller sucht nach einem „Sohn“, den er formen kann. Kaspar erscheint ihm ideal, und er will ihn adoptieren. Doch die Gang will Kaspar zurückhaben. Mitten in diesem Konflikt um Kaspar drückt ihm erneut jemand eine Pistole in die Hand …

Der renommierte oberösterreichische Komponist Balduin Sulzer schreibt für das Landestheater Linz eine neue Oper. Im Zentrum von Kaspar H. steht ein Mensch, der selbst über sich nichts preis gibt. Was wir über ihn erfahren, erleben wir durch die Augen der Menschen, die ihm begegnen. Das Libretto hat die Linzer Autorin Elisabeth Vera Rathenböck geschrieben, die mit Sulzer schon bei dem Kindermusical Das Geheimnis der Geige zusammengearbeitet hat.
Kritik über Oper “Kaspar H.”
Von Balduin Sulzer, OÖ Nachritchen am 31.01. 2011:
Am Samstag brachte das Landestheater in den Kammerspielen mit „Kaspar H.“ die bisher dritte Oper Balduin Sulzers zur Uraufführung. Von Regie und Bruckner Orchester mustergültig umgesetzt, wurde die Geschichte eines autistischen Monsters (Libretto: Vera Rathenböck) heftig beklatscht.

Das Werk des oberösterreichischen Komponisten unterscheidet sich nicht nur in Form und Instrumentation von den anderen beiden Opern. Es spricht auch eine ganz andere Musiksprache…
…Das Bruckner Orchester unter Dennis Russell Davies bot eine großartige Leistung, hat die sehr komplexe und doch filigran gebastelte Partitur vorbildlich umgesetzt und so dem hervorragenden Sängerensemble eine ideale Basis geboten.
2011: Der Lechner Edi schaut ins Paradies
Es ist die ergreifende Geschichte vom Langzeitarbeitslosen Edi, seiner Freundin Fritzi, die gelegentlich in einer Kaffeehausküche aushilft und der Maschine Pepi, an der Edi früher gearbeitet hat und die nun ebenfalls abgebaut worden ist.

Gemeinsam unternehmen sie eine fantastische Zeitreise zurück zu den Sternstunden der Menschheit, um den Fortschritt zu stoppen, dem sie die Schuld an ihrer Arbeitslosigkeit geben. Die Reise führt sie von Galvani über Galilei, Kolumbus und Gutenberg direkt ins Paradies, einer mächtigen Schöpfungsfabrik, wo man gerade dabei ist, die Artikel „Adam“ und „Eva“ zu erschaffen …
Ein humorvoll-poetisches Theaterabenteuer und ein originelles Plädoyer für die sprengende Kraft der Fantasie.
Auszug aus unseren Rezensionen: Bühnenbildner Roland Ploner nutzt die alte Lösehalle geschickt, ordnet passend Paletten zu Stufen und Ebenen. Auf einer von ihnen sitzt Musiker Andrej Serkow, der mit seinem Akkordeon Geschehen und Gefühle begleitet oder „nur“ lautmalerisch unterstreicht: grandios!
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Dezember 2009: Die Prinzessin - ein musikalisches schauspiel.
Ein Märchen von Arnold Schönberg, in Musik gesetzt von Balduin Sulzer mit Francesca Canali & Yova Drenska & Norbert Trawöger mit Flöten, Stimme, Gesang, Akkordeon, Schauspiel und andere Instrumente.

Balduin Sulzers Entwurf einer Anmerkung zu Arnold Schönbergs Lieblingsmärchen “Die Prinzessin”: Arnold Schönberg, der weltberühmte Komponist, hatte die entschiedensten Fans in seiner eigenen Familie: seine Kinder hingen ihm aus Begeisterung Tag und Nacht am Rockzipfel, nicht wegen der Kompositionskünste ihres Vaters, sondern weil er so spannend Märchen erzählen konnte. Eine seiner Lieblingsfabeln war die Geschichte von der Prinzessin mit den blauen Flecken: Die junge Prinzessin verhaspelte sich beim Tennisspielen, purzelte zu Boden und holte sich dabei einige blaue Flecken am Popo. Ihr Diener, ein zwar gezähmter, aber sehr einfältiger Wolf, der obendrein halb blind und taub war, sollte daher eine geeignete Medizin aus der Apotheke holen. O Gott, war das kompliziert! Weder die Köchin Mu, die wie eine Kuh aussah, noch das Hausmädchen Floh, noch der Rotfuchs, noch die immer alles wissende Großmutter konnten dem strohdummen Wolf helfen, die richtige Medizin gegen die blauen Prinzessinnenflecken zu finden.
Arnold Schönberg erzählte diese unendliche Geschichte seinen Kindern hundertemale in verschiedensten Varianten und die Kinder wollten sie immer aufs neue hören…. BS
> FOTOS VON DER URAUFFÜHRUNG VON REINHARD WINKLER

> Kritiken finden Sie unter www.traweeg.at
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Kritik Volskblatt, DYAS - “Together” - 05.12.2009
Die Organisatoren im Wiesleitnerhof beiten immer wieder ausgefallene und musikalisch sehr ansprechende Konzertabende im optisch und akustisch vorzüglich geeigneten Galeriesaal an. So war diesmal das Duo “Dyas” zu hören: die beiden Akkordeonvirtuosen Yova Serkova und Andrej Serkov, deren Musik von den Herkunftsländern der beiden Künstler: Bulgarien und Ukraine deutlich geprägt war. Neben der starken Einbeziehung folkloristischer Elemente bewunderte man vor allem die technische Bravour und die klanglichen Färbungen sowie das oftmals betont emotionale Spiel der beiden jungen Künstler, die den letzten Schliff ihrer Ausbildung an der Linzer Bruckneruni bekamen. Auffallend im Programm, dass über weite Strecken auch Eigenkompositionen auch in jazziger Manier vor allem von Yova Serkova komponiert neben Stücken von C.Cech und J.Fischer angeboten wurden. Auch die mit reizvollem Akzent gebotene Moderation gefiel dem Publikum, das noch 3 Zugaben erklatschte.
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Mai 2009:
Duo Judith Ramerstorfer (Sopran) - Andrej Serkov (Bayan) mit Komponistin Ada Gentile (Italien) nach dem Konzert am 8.5 beim Festival “4020-mehr als Musik, Song” afo architekturforum Linz im Programm “Singlines”, mit UA/Auftrag Festival 4020 “Notti di Gatto” für Sopran und Akkordeon von Ada Gentile.

Kritik aus den OÖ Nachrichten:
Schlusspunkt war Judith Ramerstorfer (Sopran), die gemeinsam mit dem Akkordeonisten Andrej Serkov Komponistinnen präsentierte. Den Auftakt machte Ada Gentiles „Notti di Gatto“, ein Werk das speziell für 4020 komponiert wurde und effektvoll die beiden Klangkörper verband. Atemberaubend schlicht Younghi Pagh-Pans „ma-am“. Eher humorvoll Judith Vargas Sittenbild „The Live“ – sieben Szenen, wie sie das Leben nicht besser schreiben könnte.
