Projekt Tango dé Salon

Mai 13th, 2009 by admin

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Ein Abend voller Harmonie, Leidenschaft und Tango…

Ausschnitte aus dem Programm:

… ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann, er lebt von Improvisation und ist lebendige Aktion im Moment, in dem sie geschieht.

… eine Verschmelzung verschiedener Tanz- und Musikformen unterschiedlichster Kulturen, wie etwa der  afrikanische Gandombe, die kubanische Habanera, der andalusische Flamenco, der süditalienische Canzone und vor allem der Milonga, des Lied des argentinischen Gauchos.

… ist der vertikale Ausdruck eines horizontalen Verlangens.

… ist der unmittelbare Ausdruck von etwas, was Dichter oft in Worten auszudrücken versuchen: der Glaube, dass ein Kampf ein Fest sein kann. JORGE LUIS BORGES (arg. Schriftsteller)

…ist eine sehr verdichtete Metapher für den Prozess einer Auseinadersetzung zwischen zwei Individuen. Man trifft ein Abkommen, die eine oder andere Rolle zu übernehmen, zu führen oder sich führen zu lassen. SALLY POTTER (Regisseurin von „Tango Fieber”)

 

„Ist nicht die Leidenschaft Tochter der Sehnsucht, Kind eines kranken Herzens, das sich nach Berührung
und Nähe verzehrt?

Im Tango drückt sich der höhere Eros, wie auch der niedere aus. Letztlich orientiert sich die Sehnsucht im Tanz am Geist des Tänzers […] Tango drückt Leidenschaft aus und stachelt sie an. Er ist das Gefäß für sie und schafft Raum, sie behutsam im Dialog miteinander als freies Ritual zu leben. Doch vergessen wir nicht, dass diese Art von Leidenschaft noch nicht der Gipfel des hohen Eros ist. Denn dieser Gipfel speist sich niemals aus Mangel, sondern aus der Fülle.“

 

Das österreichisch- ukrainische Tango- Ensemble “Tango de Salòn” ist ein Ableger der “Österreichischen Salonisten”. Schon Astor Piazzolla bevorzugte die Quintettbesetzung mit Bandoneon (der “Seele des Tango”), Violine, Gitarre, Kontrabass und Klavier. Diesem großen Komponisten und Erfinder des “Tango nuevo” hat man sich anfangs zugetan, bevor man sich auch dem sogenannten, wunderbar tanzbaren Salontango, der besonders in den alten Nummern ab 1890- 1950 das Programm bestimmt, zuwandte. In Coco Nelegatti, einem argentinischen Tangospezialisten, hat man einen authentischen Arrangeur und Komponisten gefunden.

 

Videos:

 

 

Kritik:

…Melodien aus Erotik und Feuer: …Ein ganzer Abend mit Tangomusik, geht das? Ja, es geht, denn diese Musik drückt so viele Stimmungen aus, kennt so viele Variationen, dass sie jedes Mal vertraut und doch wieder neu und anders erscheint,…im Langenargener Schloss weckt diese Musik, die so süffig, so melancholisch, so todtraurig und wieder voller Poesie daherkommt, helle Begeisterung…und schon lässt Gillmayr seine Geige gefühlvoll schluchzen oder setzt kapriziöse Tupfer, während Piano, Gitarre und Bandoneon in bittersüßen Tönen schwelgen und der Bass seinen Rhythmus dazu zupft und klopft…Flott und draufgängerisch: Jedes Instrument tritt solistisch hervor und reiht sich wieder ein, zusammen malen sie die Melodien voller Sehnsucht, Erotik und Feuer…“
(Musiksommer Langenargen, Schloss Montfort, Juli 2010, Schwäbische Zeitung)

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